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Nachlese “Coding da Vinci” Infotreffen am 16.06.2017

Der Kultur-Hackathon "Coding da Vinci" lädt auch in diesem Jahr wieder potentielle Datengeber und Entwickler zum gemeinschaftlichen Arbeiten an individuellen Projekten ein. Wer nicht beim Onboarding-Treffen dabei war, kann in unserer Nachlese herausfinden, worum es eigentlich genau geht.

Coding da Vinci und Coding da Vinci Berlin ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V., digiS – Servicestelle Digitalisierung Berlin und Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V.

Die Idee zum Kultur-Hackathon “Coding da Vinci” entstand 2013 auf der Republica und weist inzwischen 54 kreative Projekte vor. Es gibt seit 2016 die Erweiterung “Coding da Vinci Nord” mit regionalem Fokus auf den Norden Europas. Ziel des Kultur-Hackathons ist es, freie Verfügbarkeit und Nutzbarkeit von Kulturdaten zu unterstützen und den Teilnehmenden und Kulturinstitutionen zu zeigen, welches Potenzial hinter den frei verfügbaren Daten steckt. Wikimedia Deutschland, die Deutsche Digitale Bibliothek und Servicestelle Digitalisierung stellen dabei den Raum, um Experimente und Innovationen in diesem Rahmen zu erschaffen.

Am 16. Juni 2017 fand bei Wikimedia Deutschland am Tempelhofer Ufer ein erstes Onboarding-Treffen zum diesjährigen “Coding da Vinci” Kultur-Hackathon statt. Angemeldet hatten sich zu diesem ersten Treffen potentielle Datengeber verschiedener Kultureinrichtungen, vorrangig aus Berlin und Umland. In einer kurzen Kennenlernrunde stellten sich Vertreter und Vertreterinnen beispielsweise aus dem Botanischen Museum Berlin-Dahlem, der Deutschen Digitalen Bibliothek und dem Museum für Naturkunde Berlin vor. Teilnehmende aus dem Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt Universität zu Berlin, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und dem Landesdenkmalamt Berlin waren ebenfalls an Bord. Moderiert wurde die Veranstaltung von Barbara Fischer, der Projektleiterin von “Coding da Vinci”. Weitere Gründer sind unter anderem Helene Hahn von der Open Knowledge Foundation und Anja Müller von digiS, der Servicestelle Digitalisierung und Stephan Bartholmei von der Deutschen Digitalen Bibliothek..

Zu Bestaunen gab es auch die prämierten Projekte des letzten Kultur-Hackathons, wie beispielsweise der Cyberbeetle, der KollekTOURmat und die Webseite “Verbannte und Verbrannte”. Hervorgehoben wird bei “Coding da Vinci” vor allem, dass alle Projekte weitestgehend Produktreife erreichen und ihr Quellcode ebenso wie die Datensätze unter freien Lizenzen verfügbar gemacht werden.  

Zu diesem ersten Treffen der Datengeber wurden in erster Linie drei Leitfragen in drei kleinen Workshops erarbeitet:

Welche freien Lizenzen kann man anwenden?

Wie sieht ein gut aufbereitetes Datenset aus?

Wie wecke ich Interesse für meine Daten?

Für “Coding da Vinci” können sich Datengeber mit Datensets unter folgenden freien Lizenzen anmelden: Public Domain; Creative-Commons-Lizenzen CC0, CC-BY & CC-BY-SA. Die Deadline für eine feste Zusage ist der 1. August 2017. Bis zum 1. September sollen dann alle Datensätze mitsamt Beschreibung für die Coding da Vinci Website vorliegen und dort ab dem 15. September für die anderen Teilnehmer zugänglich sein. Datensätze aus den vergangenen Hackathons kann man sich bereits hier ansehen.

Für die Datengeber gilt dabei: Mehr ist manchmal Mehr. Den Datensatz vorher schon auszudünnen, wird nicht empfohlen. Neben den Metadaten sind Mediendaten gern gesehen, die in den Projekten später für eine ganz besondere Motivation sorgen. Für die Formatwahl der Metadaten gilt: Sie müssen maschinenlesbar sein. Bewährt haben sich bisher vor allem XML, JSON und CSV. Idealerweise werden auch Metadaten-Austauschformate wie z.B. LIDO für Museen, EAD für Archive, etc. verwendet. Ebenso sind Dokumentationen zu den Daten einzureichen. Das Team von Coding da Vinci steht beim Datenexport und Fragen zur Vorbereitung in jedem Fall mit Rat und Tat zur Seite, so dass kein Datengeber seine Ressourcen im Alleingang Hackathon-tauglich machen muss. Web-Formulare und weitere ausführliche Hinweise finden Sie bereits auf der Webseite.

Der Kick-Off wird am 21. und 22. Oktober 2017 in der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin stattfinden. Dort werden die Datengeber/innen dann auf Programmierer/innen, Designer/innen, Hardware-Bastler/innen, Wissenschaftler/innen, Künstler/innen und technikaffine Kulturbegeisterte treffen, denen die Daten in kurzen Präsentationen schmackhaft gemacht werden sollen. Danach beginnt die Teambildung und eine sechswöchige Sprint-Phase, in der Ideen für Webanwendungen, interaktive Installationen, mobile Apps oder auch Spiele umgesetzt werden. Am 2. Dezember 2017 werden die Ergebnisse dann im Jüdischen Museum Berlin einem öffentlichen Publikum im Beisein von Kultursenator Klaus Lederer präsentiert und eine Jury wird die herausragendsten Projekte prämieren.

Bei Interesse E-Mail an: codingdavinci(at)zib.de